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RanD060325

20:40

schon vor längerer zeit notierte ich mir dieses:

kunstsystem als postfordistisches unternehmen beschreiben aufzeigen, wie postfordistisches unternehmen dem beschäftigten (künstler) bedingungen aufzwängt, wie es das subjekt "künstler" überhaupt erst definiert

anfangen mit:
wie sieht es aus, wenn wir das betriebssystem kunst als ein postfordistisches, multinationales unternehmen begreifen. als ein unternehmen mit vielen zentralen und scheinbar widersprüchlichen strategien. was bedeutet diese annahme für das künstlersubjekt?

danach fragmente einflechten aus "argumente sonderband" neue folge 297 / stichworte wären:

12:51

der schuldenberg wächst und wächst:

aussitzen.

dafür heute beim einkaufen ein paar nette mädels getroffen. mirella, die heute an der kurzen nachte der galerien und museen teilnimmt. tatjana, die kita-tante meiner tochter und susanne (auf dem weg zum schwimmbad).

an thing-frankfurt schrieb ich heute:

ich poste nix in blogs, auch übersetze ich nichts. und schon gar nicht für umsonst.
allerdings darfst du dich gerne des textes bemächtigen und ihn selbst dort veröffentlichen, wo du es für sinnvoll hälst.

#4 + #5 sind banale systhemtheoretische allgemeinplätze.
es lohnt nicht, sie, nach dem man deren existenz bemerkt hat, weiter zu verfolgen.
der schlüssel zu einer postautonomen kunstpraxis liegt in einer antikapitalistischen haltung.

die (meine perspektive) tut nichts zur sache. vorerst geht es um deine.

Am 19.03.2006 um 21:25 schrieb Stefan Beck:

Sehr schön, bitte doch auch im blog posten....

und bitte #4 und #5 ins englishe übersetzen. Das liesse sich bei
postautonomy.co.uk weiter diskutieren.

Und wie ist das zu verstehen:

.............................. weil man erkennt, dass man in seinem
frankfurter atelierstübchen, mit seinen rechnern und maschinen, auch
nichts anderes macht als die viel gescholtenen rehbergers und öztürks..

Kommt auf die perspektive an. Welche wäre da deine?

# 1
das künstlerische werk, ob es nun existiert oder nicht, tut nichts
zur sache. es ist völlig gleichgültig. ebenso ist es oporutn, das
ende der ausstellungskunst anzurufen. ein frommer wunsch.

# 2
sicherlich. vor den studierenden des städel über das ende der
ausstellungskunst zu sinieren, dass hat schon was. auf den ersten
blick. auf den ersten blick sagt da jemand zu den nachwuchshoffnungen
des kunstmarktes, also zu den jungen taugenichtsen und
speichelleckern, den mitläufern, dass sie, die sie doch so gerne
avantgarde sein wollen, elite!, diesem anspruch nicht genügen, weil
sie immer noch einem veralteten sinnbild hinterher laufen. und
schwubs ist man, als geladener vortragender, für einen abend
avantgarde. ganz vorne.

# 3
das tagesgeschäft sieht anders aus. denn ob ausstellungskunst oder
nicht. ob werk oder nicht. an den 3 offensichtlichen dogmen des
kunstsystems rüttelt das nicht.

# 4
1. die illusion einer das dingliche und geistige umfassenden
objekthaften einheit des werkes
2. das postulat ihrer zweckfreiheit
3. die bedeutung und geltung der kunst habe sich ganz im symbolischen
zu erschöpfen

# 5
eine postautonome kunst wird nur dann wahrgenommen werden, wenn sie
die drei (offensichtlichen) zwangsregeln attackiert. sie darf sich
nicht in hilfslosen floskeln verlieren.

# 6
es geht also um eine bestimmte radikalität. eine, die mit
sentimentalitäten und selbstverlogenheit aufräumt. die einem
vielleicht auch selbst weh tut. weil man erkennt, dass man in seinem
frankfurter atelierstübchen, mit seinen rechnern und maschinen, auch
nichts anderes macht als die viel gescholtenen rehbergers und öztürks..

# 7
die produktion ist der schlüssel. an ihr, ihren begrifflichen
aufladungen, gesellschaftlichen filosofien, lässt sich ein gegen
konstruieren und ein, dass ist wichtiger, ein für.

# 8
an die wand fahren. werte (monetäre) an die wand fahren. vernichten.

# 9
die diskursive variante heiszt dekonstruieren. die zusammenhänge de-
konstruieren. die ideologien de-kosntruieren. hier und da auch
einfach zurückbauen.

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25.03.2006 · SaschaBuettner · r5