an die serverfestival-liste schrieb ich:
guten tag!
# 1
wie haben sich die bedingungen (in) der kunst geändert? wie wirken sich neoliberale begehrlichkeiten auf die produktionsbedingungen von (auch) künstlern aus?
wie wehrt man sich gegen die "integrierte fabrik", die dem künstler aufgezwungen wird, und der er so machtlos gegenüber steht? revolte oder ausstieg aus dem system?
was sind die regierungstechniken des neoliberalismus? und warum reden alle von harzIV?
# 2
was kommt nach dem sieg der computernnerds über die "cyberkultur"? warum erkennt keiner, dass das unix-betriebssystem die wiedereinführung des führers ist? was kommt nach der dekade des einschlusses, wo wir doch schon zuvor die dekade des ausschliessens erlebten?
# 3
kunst, die sich gegen drei besonders hartnäckige dogmen des betriebssystems kunst wehrt, wird von eben diesem kunstsystem in fordistischer manier ausgegrenzt.
diese drei dogmen lassen sich kurz fassen:
die illusion einer das dingliche und geistige umfassenden objekthaften einheit des werkes
das postulat ihrer zweckfreiheit
die bedeutung und geltung der kunst habe sich ganz im symbolischen zu erschöpfen
# 4
das kunstsystem ist ein internationaler konzern, mit unzähligen grossen wie kleinen schaltstellen, einer hydra gleich. die grossen schaltzentralen entwerfen die globalen strategien, die, um so dogmatischer umgesetzt werden, je kleiner die betriebestellen des konzerns werden. den kleinsten bleibt oft nur die übersteigerte affirmation um noch im kunstsystem mitspielen zu dürfen.