!RanD060205
nachtraggestern kam ich zu nichts. wir schliefen lange. der abend zuvor raubte mir alle kräfte. verbrachte den ganzen tag im bett. las in die reise von bernward vesper. b. döste vor sich hin. holte bier (in büchsen). abends verpassten wir dann den absprung in die stadt. verpassten realities:united . heute
heute dann machten wir es besser. standen früh auf. suchten uns ein café. frühstückten in aller ruhe. trollten dann durch die stadt. nun wird es langsam dunkel und wir bereiten uns auf einen neuen versuch vor, SPOTS zu sehen. heuer ist Carsten Nicolai dran. zuvor muss der tag umgebracht werden. klar. da gibts die transmediale. die transmediale. b. meint, ich sollte meine phobie sein lassen. einfach automatisch dorthin gehen. automatisch. so, wie das schreiben. sagt b. dann wirds gehen. sagt b. ich rolle einen joint. gewappnet für das gebäude das mich anschaut. seit freitag. schaut es mich an. wie soll ich da automatisch woanders hingehen. langeweile. loops. langeweile. wo schaut mich das gebäude an? wie muss ich herrn nicolais interpretation der vorgabe (war es denn eine vorgabe?) verstehen? seit stunden stehen wir vor dem gebäude. schauen den trägen veränderungen zu die gleichsam endloss wiederholt scheinen. was für ein krasser gegensatz zu gestern. und vor allem vorgestern. den spruchbändern. den fragen. wirr durchstöbern die gedanken mein gehirn. fassade anschauen bespielen medienfassade international bedeutend. was ist eigentlich bedeutend. was ist eigentlich der potsdammer platz in berlin. ist er bedeutend? wie muss ich es verstehen, dass eine immobilienn ag einen freelancer, der eine idee hat, die millionen kostet, beauftragt, diese umzusetzen. immerhin: viel geld für freischaffende künstler. und nicht alle können politisch engagiert sein. sich darüber gedanken machen, wer ihnen für was geld gibt. a. hätte sie alle in kentniss setzen können. aber a. spricht auch nur von einer medienfassade. eine medienfassade ist eine medienfassade ist eine medienfassde. so die einhellige meinung der beteiligten. ich höre ihnen zu. wie sie sagen, dass der potsdammer platz so gewaltig ist. die fassade so riesig. wenn man jetzt gerade verträumt, etwas dämmrig, mit leicht geschlossenen augen, also nicht ganz geöffneten augen, die kälte irgnierend, die fassde betrachtet, die medienfassde, dann kann man träumen. ich weiss nicht von was. man kann aber versinken. wie immer bei nicolai . immer versinken. in seinen loops. ich weiss nicht, ob hier wirklich loops laufen. heute. oder ob eine andere, ausgetüftelte choreographie dahinter steckt. wenige leute sind unterwegs. wenige autos. dieser platz ist nicht das pulsierende leben. es mag am winter liegen an der kälte. die fassade rennt an. gegen die urbane beleuchtung der strassen durch werbeschilder. werbfassade gegen werbeschilder. bewegt gegen statisch. ich bin zeuge dieses kampfes, den ich schon am times square so bewundert habe. da, so die meinung der protagonisten, sind aber nur bildschirme befestigt während hier die fassade durch die leuchten verändert wurden. die leuchten, die die bewegtbilder simulieren, sind in die architektur integriert, so wie jugenstilornamentik an die gbeäuder zu einer anderen zeit geklatscht wurde. das zählt aber nciht. nicht als argument. b. zedert. ihm ist kalt. er möchte weg. weiter. woanders hin. gerade er, der so gerne fern sieht. vielleicht ist das hier zu abstrakt. zu desolat. zu fadenscheinlich. ich erzähle, dass das automatische gehen nicht funktioniert hat. dass ich nicht bei der transmediale war. b. hält mir vor, dass das aber der sinn der reise gewesen sei. das ich dort hin gehe. dass ich bernhard und liz treffe. mit ihnen über ihre arbeit spreche. das ich andere künstler treffe und spreche. das ich spreche. spreche. spreche. ich bitte um eine büchse bier. es ist kalt. wir werden hier nicht mehr. ich komme der aufforderung nach. ich gehe.