- Erste Überlegungen
- Weitere Überlegungen - Stichworte
- Verschwurbelung
- Überlegungen 2
- Stichwortmap
- 1. Roh-Endfassung fürs Buch
- 0: vorbemerkung
- 1: geschichte
- 2: logische folgerung
- 3: nach dem festival ist vor dem festival
- 4: drei grosse große thematische blöcke
- 5: kernelemente + ausblick
- Fussnoten fußnoten
- weiterführende materialien
- Endgültige Fassung
- Text zum downloaden
- Text zum hier lesen :-)
Erste Überlegungen
Von antje und kurd habe ich die einladung bekommen, einen beitrag für das buch "Mutualitaet in Netzkunstaffairen" zu verfassen. Thema solle das serverfestival sein. Hier Metty: Da ich das Privileg und Glück hatte, das Buch lektorieren zu dürfen, gehe ich mal gleich an den Text unten und schaue mal nach formalem Krams. Ich hebe meine Änderungsvorschläge farbig hervor und setze Alternativen in Kursive. (hier kiilo, in den fussnoten vermisse ich einen bezug zu http://luxus4all.org, bzw das dort beheimatete UR wiki-intitute http://luxus4all.org/institute/) Nun, nach längerem überlegen kam ich zu dem entschluss, hier eine ganz subjektive, stichwortartige liste zu verfassen, die meine überlegungen rund um das sf skizzieren sollen. Im laufe der zeit haben doch einige mit an dieser idee gearbeitet, daß, und so verstehe ich die struktur des gebildes "serverfestival", es mir nicht obliegt, eine objektivierende geschichtsschreibung abzuliefern. Wer sich für die geschichte und die ankedoten interessiert, der kann im serverfestival-wiki stöbern. Entstehung der metapher serverfestival Vorläufer waren eine mailboxausstellung und das darauffolgende serverhappening. War ersteres eine rein virtuelle affaire, änderte sich das beim serverhappening dahingehend, daß auch an realen orten zusammenkünfte stattfanden. Als das happening zu ende war, meinte matz schmidt, daß das wohl nicht alles gewesen sein könnte und so entstand die steigerung "serverfestival". Durch die möglichkeiten des internets microfestivals an unterschiedlichen orten im virtuellen raum zusammenführen. Versuchen, festival dezentral, auf viele resourcen verteilt, zu denken und zu realisieren. Ein assoziationsraum ermöglicht den crossover von inhalten und techniken. Er unterscheidet sich von kongress/festival/ausstellung dahingehend, daß er den teilnehmenden keine fetse rolle zuschreibt. Im assoziationsraum kann der betrachter auch akteur sein (wobei das betrachten von etwas immmer aktion ist, deswegen der betrachter qua definition akteur ist). Der assoziationsraum definiert auch keine ziele. Man könnte ihn mit den temporären autonomen zonen (nach hakim bey) in verbindung bringen, jedoch formulieren zweitere konkrete ziele und das muss gesellschaftlicher veränderung. Das alles kann im assoziationsraum auch passieren, muss es aber nicht. Oft frage ich mich, warum wir das sf eigentlich im kunstkontext verorten.Weitere Überlegungen - Stichworte
ein wesentlicher beweggrund, der zum sf geführt hat, war die überlegung, wie man/frau zusammenarbeiten bzw. netz basiert miteinander arbeiten kann. sei es, um etwas zu produzieren, sei es, um sich auszutauschen. nach dem ersten "serverfestival", von dem eigentlich nicht klar war/ist, wann es statt gefunden hat, weil einige die these vertreten, serverfestival sei immer, weil server nie schlafen (sich also im 24/7 betrieb befinden), focusierte sich das miteinander auf unregelmässig stattfindende treffen. diese these des "serverfestival ist immer" hat sich durch die einrichtung der plattform serverfestival.net manifestiert und auch durch das serverfestival wiki. in hamburg sprachen wir ein ganzes treffen nur über wiki, kommunikation mit/in wikis und möglichkeiten, die wikis bieten (s.a. bilderchat). mit matthias weiss, der beim ersten serverfestival eine treibende kraft war, was sich in dem von ihm initierten "net-jam" niederschlug, kam ich zu dem schluss, daß die plattform "serverfestival.net" ruht (also nicht dauerhaft "bespielt" werden kann/soll) und nur dann wieder "frei geschaltet" wird, wenn sich erneut aktivitäten innerhalb eines zeitfensters bündeln. serverfestival versucht unterschiedliche kunstaffairen miteinander zu verknüpfen bzw. zueinander in ein verhältnis zu setzen. das erste serverfestival brachte den net-jam mit dem wiesbadener wohnzimmer in einen zusammenhang. reduzierte sich der net-jam auf ein abendliches ereignis innerhalb des serverfestivals, so nutzte das wiesbadener wohnzimmer die volle distanz. zudem wurde sowohl diskutiert, wie performt (webcam-fotosession, wohnzimmerkonzert). wichtigste intention war immer die eigenständigkeit der ereignisse, so sie denn von den verursacherinnen gewünscht war. das serverfestival vereinnahmt nicht, sondern lädt ein anzudocken! in weimar stand das thema mutualität, das auch schon in hamburg andiskutiert wurde, ganz oben auf der tagesordnung (die sich die teilnehmenden selbstredend selbst gaben!). diese treffen formulierten auf anschauliche weise einen kerngehalt des serverfestivals, auch wenn es so nicht von anfang an formuliert wurde. man könnte sagen: das serverfestival lotet die möglichkeiten der mutualität in netzkunstaffairen aus. das ist dann auch der ausblick, den ich wagen möchte., ohne zu wissen, ob es die idee serverfestival im nächsten jahr noch geben wird.Verschwurbelung
irgendwo hatte ich letztens den begriff "verschwurbelt" gelesen. kann sein in einem programmierer-zusammenhang oder in einem der tausend weblogs. ich finde den begriff ganz gelungen. vor allem, wenn man ihn auf das serverfestival bezieht: da ist ja auch alles irgendwie miteinander verschwurbelt. Schwurbeln ist derzeit bei Journalisten beliebt, um darauf hinzuweisen, dass eine Aussage so verdreht ist, dass der Sinn nicht mehr heraus kommt. Es wird eine Taktik des Autors unterstellt, sein i.d.R. Nichtwissen durch komplizierten Satzbau zu verschleiern.Überlegungen 2
ich gehe mal davon aus, daß der text für das buch kryptisch, stichwortartig, mindmap-mässig sein darf. am liebste würde ich ne stichwortmap machen. und zu jedem stichwort einen link heraus aus dem buch in das internet bzw. hier auf diese seite, so daß der text immer mehr wachsen kann. oder auch schrumpfn, weil teile wegfallen oder ein konzentrationsprozess im gange ist. hier finden sich übrigens viele nachdenklichkeiten zum serverfestival: Borderline.NetzkunstAmBeispielDesServerfestivalStichwortmap
die schwierigkeit einer stichwortmap ist der anfang. genauer: die fortführung des anfangs, denn dieser besteht bekanntlich aus dem titel: serverfestival. serverfestival-
geschichte
- mailboxausstellung
- serverhappening
-
begrifflichkeiten
- was ist ein serverfetsival?
-
koaktion
- net-jam ?
- mutual --> hambugr / weimar
-
intention
- kunst ohne werk
- performance
-
zusammen etwas machen
-
netzbasiert und an verschiedenen orten
- s. geschichte
-
netzbasiert und an verschiedenen orten
- dezentrale microfestival
- temporäre kunstzone?
1. Roh-Endfassung fürs Buch
das serverfetsival als netzkunstaffaire (s.a. attachment)0: vorbemerkung
wie alles rund um das serverfestival muss auch dieser text ein fragment bleiben. das serverfestival ist ein sich stetig veränderndes gebilde, amorph, flüchtig, mutual. mutuale gebilde verändern sich durch personen, deren interessen und bedürfnisse. ich habe mich also dazu entschlossen, hier einen fragmentarischen, statischen einblick zugeben. nutzen sie die wenigen freiräume, dieses fragment weiter auszuformulieren oder umzuschreiben. denn uns, die wir das serverfestival skizziert haben und durch manigfaltige versuchsreihen zu beschreiben suchten, wir können an diesem buch, so denn es gedruckt ist (und nur so können sie es in den händen halten) nicht weiterschreiben. es sei uns daher erlaubt, sie darauf hinzuweisen,1: geschichte
wie alles, so muss auch das serverfestival (sf) in einer (ab)folge von ereignissen gesehen werden. 2001 veranstaltete ich eine mailboxausstellung [1] der zwei monate später das serverhappening folgte [2]. beide ereignisse versuchten a) aktive in die affairen hineinzuziehen und b) wurde das augenmerk auf das "an sich stattfinden" gelegt. es gab keine wesentlichen vorgaben-
der "tabu-bruch"
so, wie innerhalb einer firma nicht offen über die gehälter gesprochen wird (wer was verdient bleibt geheim, auch weil es die mitarbeiter so wollen. ausnahmen bestätigen die regel), verteilt man nicht offen seine zugangsdaten für einen mailaccount. ebensowenig darf man zugangsdaten zu foren oder ähnlichem ausplaudern. ich habe das ja 2002 (?) bei einer onlinekonferenz gemacht. als student konnte ich mir kostenlosen zugang verschaffen und habe den dann in der rohrpost zur verfügung gestellt (damit einige mal in die online-konferenz reinlurken können).
-- SaschaBuettner - 19 May 2004
2: logische folgerung
aus diesen erfahrungen heraus folgerten wir dann das serverfestival. letzlich ist es produkt einer lakonischen bemerkung seitens matze schmidt, der nach dem serverhappening meinte, nun müsse etwas noch3: nach dem festival ist vor dem festival
im sommer 2002 fand das erste serverfestival statt. an verschiedenen orten fanden ereignisse statt, wobei dortmund (mathias4: drei grosse große thematische blöcke
stream - wiki - mutual. so kurz und knapp sind die drei blöcke
umschrieben. gerade das hamburger + das weimarer treffen [7] waren
thematisch streng ausgerichtet, so 5: kernelemente + ausblick
wie die themen zeigen, ging und geht es bei dem konstrukt "serverfestival" immer und-
fragestellungen, die auf klassische (künstlerische) themen abzielen (werkbegriff, autorenschaft, produkt) wurden am rande gestreift, störten aber nicht wesentlich die abfolgen der affairen. das serverfestival war von jeher vom produktionszwang in der kunst befreit.
-- SaschaBuettner - 19 May 2004
Fussnoten fußnoten
[1] http://post.openoffice.de/pipermail/rohrpost/2001-July/000154.html bzw.http://wiki-institute.com/pub/Borderline/OctopusWeb/potlatch_006.txt [2] http://www.identitaetsmaschine.org/happening/index.htm [3] isp (internet service provider) = www.skim.com [4] http://wiesbadener-raum.com/pub/Main/VortragMz2002/Vortrag_mz.pdf [5] die liste verfügt leider über kein online-archiv. zudem ist in absehbarer zukunft ein serverumzug geplant. [6] http://www.serverfestival.net /proj.html derzeit inexistent [7] http://wiki-institute.com/cgi-bin/twiki/bin/view/Serverfestival/ListenTreffen [8] http://swiki.hfbk-hamburg.de:8888/NetzkunstWoerterBuch/search?search=conversationskunst&casesensitive=false&and=true [9] http://wiki-institute.com/cgi-bin/twiki/bin/view/Serverfestival/BeitragFuerMutualitaetInNetzkunstaffairen
weiterführende materialien
Endgültige Fassung
Text zum downloaden
Text zum hier lesen :-)
das serverfetsival als netzkunstaffaire #0: vorbemerkung wie alles rund um das serverfestival muss auch dieser text ein fragment bleiben. das serverfestival ist ein sich stetig veränderndes gebilde, amorph, flüchtig, mutual. mutuale gebilde verändern sich durch personen, deren interessen und bedürfnisse. ich habe mich also dazu entschlossen, hier einen fragmentarischen, statischen einblick zugeben. nutzen sie die wenigen freiräume, dieses fragment weiter auszuformulieren oder umzuschreiben. denn uns, die wir das serverfestival skizziert haben und durch manigfaltige versuchsreihen zu beschreiben suchten, wir können an diesem buch, so denn es gedruckt ist (und nur so können sie es in den händen halten) nicht weiterschreiben. es sei uns daher erlaubt, sie darauf hinzuweisen, daß dieser text so und in zukünftigen erscheinungen im serverfestival-wiki abgebildet sein wird. es kann sein, daß sie die dortige version des noch zu schreibenden, nein, weiterzuschreibenden textes nicht deckungsgleich finden mit dem text, den sie gerade lesen. so erging es uns auch. mit dem serverfestival. #1: geschichte wie alles, so muss auch das serverfestival (sf) in einer abfolge von ereignissen gesehen werden. 2001 veranstaltete ich eine mailboxausstellung [1] der zwei monate später das serverhappening folgte [2]. beide ereignisse versuchten a) aktive in die affairen hineinzuziehen und b) wurde das augenmerk auf das "an sich stattfinden" gelegt. es gab keine wesentlichen vorgaben außer denen, die das internetz (technisch) vorgibt. beide ereignisse suchten den bruch mit gängigen normen bzw. normativ geprägten verhaltencodes. so wurde für die mailboxausstellung ein mailkonto bei einem isp [3] eröffnet und die zugangsdaten dann über mailinglisten verbreitet. ebenso konnte beim serverhappening via webbrowser auf daten, die man selbst oder andere auf den server geladen hatte, zugegriffen werden. ich versuchte auf diese weise auszuloten, inwieweit erfahrungen in realen räumen (meetings, festival, offene bühne) [4] in das internetz zu übertragen sind bzw. wie sich solche ereignisse verändern, wenn der austausch nicht f2f sondern durch webbasierte tools stattfindet. #2: logische folgerung aus diesen erfahrungen heraus folgerten wir dann das serverfestival. letzlich ist es produkt einer lakonischen bemerkung seitens matze schmidt, der nach dem serverhappening meinte, nun müsse etwas noch größeres folgen. im februar 2002 trafen sich in kassel zehn menschen, die sich von dem begriff "serverfestival" angezogen fühlten, und die mit anderen darüber diskutieren wollten. das treffen endete mit der erkenntnis, dass keiner weiß, was ein serverfestival ist, aber dass es stattfinden wird. oli thuns setzte auf dem server www.radiostudio.org eine maillingliste auf, die anschließend zum herzstück der kommunikation wurde. [5] #3: nach dem festival ist vor dem festival im sommer 2002 fand das erste serverfestival statt. an verschiedenen orten fanden ereignisse statt, wobei dortmund (mathias weiß) einen gewissen focus darstellte. [6] in der diskussion tauchte immer wieder die frage auf, ob das sf nicht ein permanent stattfindendes ereignis sei. diese these zielte auf zwei wesentliche merkmale des sf ab: zum einen der technische aspekt (server schlafen nie) und zum anderen der versuch, webbasiertes handeln als permanenz zu begreifen, welches sich nicht auf ein zeitfenster beschränken lässt und dass man sich zum konventionellen ausstellungsbetrieb abgrenzt. #4: drei große thematische blöcke stream [7] - wiki - mutual. so kurz und knapp sind die drei blöcke umschrieben. gerade das hamburger + das weimarer treffen [8] waren thematisch streng ausgerichtet, so dass sehr sehr intensive diskussionen entstehen konnten. durch antje und kurd wurde immer auch der conversationelle ansatz eingebracht, der ein gutes und wichtiges leitmotiv für das sf darstellt(e) [9]. #5: kernelemente + ausblick wie die themen zeigen ging und geht es bei dem konstrukt "serverfestival" immer und ausschliesslich um koaktives und mutuales miteinander in (netz)kunstaffairen. immer geht es um das grenzgängerische, das non-konforme, jedoch nie als selbstzweck sondern eher mit dem erkenntnisdrang des forschers. wichtig war und ist, netz(kunst) nicht auf das internetz zu reduzieren, sondern als eine kunst zu begreifen, die in einem "netzwerk" bzw. durch ein solches entsteht. mit der zeit hat sich ein kleines netzwerk gebildet, dass bei den ListenTreffen gefestigt wird. die plattform wiki-institute.com beheimatet das serverfestival-wiki. dort finden sich eine menge zusatzinformationen wie auch die fortführung dieses textes [10]. fußnoten: [1] http://post.openoffice.de/pipermail/rohrpost/2001-July/000154.html bzw. http://wiki-institute.com/pub/Borderline/OctopusWeb/potlatch_006.txt [2] http://www.identitaetsmaschine.org/happening/index.htm [3] isp (internet service provider) = www.skim.com [4] http://wiesbadener-raum.com/pub/Main/VortragMz2002/Vortrag_mz.pdf [5] die liste verfügt leider über kein online-archiv. zudem ist in absehbarer zukunft ein serverumzug geplant. [6] http://www.serverfestival.net /proj.html *derzeit inexistent* [7] stream war bei allen ereignissen rund um das sf von wesentlicher bedeutung. die gruppen ping.fm (http://www.pingfm.org) bzw. streaps (http://www.streaps.org) gehörten von anfang an zu den tragenden elementen des sf. gerade streaps bot sich als experimentelle plattform an. so gründete almut jüries für das erste sf eine online-boy-group, die ausschließlich via streaps proben wie auftreten sollte. das "wiesbadener wohnzimmer" griff auf das ostream-tool von oli thuns zurück, um die veranstaltungen ins internetz zu streamen. [8] http://wiki-institute.com/cgi-bin/twiki/bin/view/Serverfestival/ ListenTreffen [9] http://swiki.hfbk-hamburg.de:8888/NetzkunstWoerterBuch/search?search= conversationskunst&casesensitive=false&and=true [10] http://wiki-institute.com/cgi-bin/twiki/bin/view/Serverfestival/ BeitragFuerMutualitaetInNetzkunstaffairen weiterführende links: http://wiki-institute.com/cgi-bin/twiki/bin/view/Borderline/ VonDerDatenkunstZurNetzkunst http://swiki.hfbk-hamburg.de:8888/NetzkunstWoerterBuch/216 http://luxus4all.org/institute/ http://www.streaps.org http://www.n0name.de http://www.octopusweb.de http://wiki-institute.com/Borderline http://wiki-institute.com/Serverfestival-- SaschaBuettner - 17 May 2004 -- MatthiasWeiss - 19 May 2004 Korrekturen -- SaschaBuettner - 20 May 2004 Überarbeitung, Umsetzung der Korrekturen + Anregungen