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ArsMoriendi

Ars moriendi

Zu jedem guten Roman gehört natürlich auch ein Schlußwort, das dem Buch einen adäquaten Rahmen zuweist. Und an dieser Stelle unternehme ich eine Wertung: Mein Roman nicht gut sondern gescheitert. Und er ist nicht nur gescheitert, weil er den Leser mit endlosen Innenschauen bombadiert. Vielmehr ist er gescheitert, weil im Verlauf des Schreibens der verzweifelte Versuch unternommen wurde, die Gegenwart des Autors reflektierend rückkoppeln zu wollen. Ich mußte einfach feststellen, daß die Figuren sich so dermaßen dem Autor anglichen, daß es unerträglich wurde und ich mich selbst substanzlos werden fühlte. So liest sich der Text als eine schriftliche Parallele des Autorenlebens innerhalb eines gewissen Zeitraumes. Eine fortschreitende Verwortung. Und an dieser Stelle klinke ich mich aus. Ich will das nicht mehr. Ich mag mich nicht mehr veröffentlichen. Es reicht, Schluß jetzt, Finis.

DerInciso

-- MatthiasWeiss - 18 Jun 2004

18.06.2004 · MatthiasWeiss · r1