!Stand: (04 Jan 2004)
- !Stand: (04 Jan 2004)
- 1. Streng nach dem Jahresmotto des Kunstvereins: Wo ist die Kunst?
- Ist das www ein möglicher Ort der Kunst?
- Zusammenfassung Frage 1, Version 1.0
- Version 1.1.
- Version1.2
- 2. Was macht Kunst aus?
- Gibt es eine klare Grenze, wo Kunst anfängt? Ist so eine Grenze sinnvoll?
- Zusammenfassung Frage 2, Version 1.0
- Ist das „Prädikat Kunst“ wichtig?
- Zusammenfassung Frage 2a, Version 1.0
- Zusammenfassung Frage 2a, Version 1.1.
- Zusammenfassung Frage 2a, Version 1.2
- Was macht die Kunst an Eurer Arbeit aus? Was macht sie zur Kunst?
- Zusammenfassung Frage 2b, Version 1.0
- Zusammenfassung Frage 2b, Version 1.1
- 3. Konkret zum Projekt „Der Reisende“:
- Könnt ihr den Begriff „Webfotografie“ kurz erklären?
- Zusammenfassung Frage 3a, Version 1.0
- Wie nutzt ihr die Bedingungen des Mediums www für eure Zwecke?
- Zusammenfassung Frage 3b, Version 1.0
- Die Fotografenperspektive der Webcam ersetzt einen realen Autor eurer Bilder. Eigentlich inszeniert ihr mehr, als dass ihr im herkömmlichen Sinne „schafft“. Wie ist euer Verhältnis zur Autorschaft?
- Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.0
- Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.1
- Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.2
- Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.3
- Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.4
- Wie muss die „Übersetzung“ der Webcam-Bilder aussehen, damit sie Kunst werden? Ist das eine formale Frage, hängt es vom Präsentationsrahmen ab oder gibt es noch andere Kriterien?
- Zusammenfassung Frage 3d, Version 1.0
- EndFassungInterviewDerReisendeHildesheim, bitte dem Link folgen!
Hier meine Antworten (Sascha): fügt Eure doch dazu und markiert sie entsprechend!
Ich fände es für das Interview auch gut, wenn statt Sascha oder Jens oder Bernhard immer "DER REISENDE" antwortet. Die Namentliche Differenzierung ausbleibt, um so den Wettbewerb "wer kann sich am besten ausdrücken" erst gar nicht anzufachen. Nur für Uns, hier im Wiki, würde ich die Namen auflisten, weil wir hier ja unter uns sind.
Sollten wir uns für den Vorschlag entscheiden, dann wäre es wichtig, daß Jens das kommuniziert. Wir bekommen ja ne Korrekturfahne, da können wir notfalls die namen ausstreichen.
Interview „Wo ist die Kunst. Zur Geographie von Schnittstellen“ für den Jahreskatalog 2004 des Kunstvereins Hildesheim
1. Streng nach dem Jahresmotto des Kunstvereins: Wo ist die Kunst?
Ist das www ein möglicher Ort der Kunst?
Sascha:Grundsätzlich befindet sich die Kunst nur an den Orten die qua Definition Kunst zeigen, ausstellen oder lagern. Das sind traditionell die Museen, Kunstvereine, Künstlerateliers und Ausstellungshallen. Es gibt aber auch eine andere, vielleicht radikalere Sicht, die da sagt, dass der Künstler definiert, was Kunst ist und wo sie ist. Ob das „WWW“ ein Ort der Kunst ist? In gewisser Hinsicht ja. Folgt man nämlich dem Wunsch von Künstlern und Kuratoren, den Betrachter in die Arbeit einzubeziehen, also dem Betrachter vorzugeben, wie er/sie ein Kunstwerk zu betrachten und zu bewerten hat bzw. wie er/sie mit dem Werk umzugehen hat, dann ist das „WWW“ der idealtypische Ort der Kunst.
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Jens:
das www ist definitiv ein ort, an dem kunst stattfindet. für die möglichkeiten, sich über kunst auszutauschen, projekte vorzustellen etc. ist kaum ein ort so geeignet wie das web. nahezu jeder kann von nahezu überall in der welt teilhaben.-
Sascha:
grundsätzlich ist das www kein ort im herkömmlichen sinne. umgangssprachlich redet man von einem ort. letztendlich hat der betrachter aber nichts anderes als "fenster" vor sich, die wiederum daten darstellen. gerade im kunstkontext würde ich nicht damit anfangen wollen, daß das www ein ort der kunst sei.
vergessen wir auch nicht, daß es sich lediglich um ein medium handelt, daß inhalte transportiert.
und bedenken wir auch, daß kunstformen, die kein werk schaffen (zb. konversationskunst), im bzw. mit dem www gut unterstützt werden, aber eben im kunstmainstream kaum vorkommen (natürlich auch deswegen, weil nichts produziert wird).
jens, was du beschreibst geht an der frage vorbei, da ja nicht gefragt wird, ob das www möglichkeiten der kunstproduktion (ich zähle hier auch mal den austausch über kunst dazu) fördert, sondern ob es ein ort der kunst sei. und daß ist sie definitiv nicht, s.o.-
Jens:
ok, das www ist kein ort im herkömmlichen sinne. so schlau bin ich. dann müsste die antwort auf ihre frage lauten: nein, weil das www ist kein ort. zu simpel irgendwo. auch unsere interviewerin dürfte das wissen. ich habe die frage demnach in einem übertragenen sinne verstanden, nämlich als ort, als raum für möglichkeiten der kunstproduktion, wie eben austausch.-
Sascha:
in diese richtung könnten wir antworten. eventuell sollten wir in unserer antwort auf die netzkunst hinweisen und ihr verschwinden.
in dem diskurs um netzkunst ging und geht es immer darum, woran man diese erkennt. ein kriterium war die eindeutige zuordnung durch die url (adresse). so zb. www.antworten.de. diese arbeit wurde dann sogar von einem stuttgarter kunstprofessor gekauft. bei diesen bemühungen geht es aber weniger darum, ob das www ein ort der kunst sei, sondern vielmehr darum, ob werke, die web bassiert sind, kunst sein können.
in der zusammenfassung werde ich also versuchen herauszuarbeiten, daß wir der meinung sind, das mittels des mediums www kunstproduktion bzw. der dazu nötige austausch möglich ist.
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Sascha:
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Jens:
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Sascha:
Zusammenfassung Frage 1, Version 1.0
Wir denken, daß das www als Medium Kunstproduktion in idealer Weise unterstützen, vielleicht auch fördern kann. Unser Projekt ist ohne das www nicht denkbar. Eine wichtige Funktion des www (also der entsprechenden Protokolle, um es etwas genauer zu fassen) ist die Kommunikation. Der Austausch von Ideen und Gedanken, das Tauschen von digitalen Daten, Bildern, Filmen oder Tönen, eröffnet künstlerische Perspektiven, die so nicht neu sind (denken wir hier an die Mailart-Bewegung), aber ob ihrer Geschwindigkeit und Reproduzierbarkeit neue Horizonte öffnen kann. Gerade die künstlerische Richtung, die unter div. Labels wie "net.art", "Netzkunst" etc. firmieren, hat Möglichkeiten aufgezeigt, wie, um auf Ihre Frage zurück zu kommen, das www ein Ort der Kunst werden könnte.Die Schwierigkeit bei der Beantwortung der Frage liegt nicht nur bei dem Problem, ob das www ein "Ort" ist, sondern auch und vor allem darin, daß mit dem www eine Kunstrichtung neuen Auftrieb erhält, die aus dem Kunstdiskurs in der Regel gänzlich herausfällt: Konversationskunst und Kunst ohne Werk.
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jens:
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mach nen vorschlag. bedenke: ich weis, was mailart ist, etc. ist doch toll, wenn man gebildet ist. und das können wir ruhig raushängen lassen. ich dachte, so wäre es besser als einfach: ja oder nein zu schreiben.
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ich sage ja nix gegen deine bildung. und es schadet nix, zu zeigen, dass man was versteht von dem, was man macht. man sollte auch nicht vom dümmsten anzunehmenden leser ausgehen und keine antwort für 4jährige oder halbidioten schreiben.
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ich sage ja nix gegen deine bildung. und es schadet nix, zu zeigen, dass man was versteht von dem, was man macht. man sollte auch nicht vom dümmsten anzunehmenden leser ausgehen und keine antwort für 4jährige oder halbidioten schreiben.
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mach nen vorschlag. bedenke: ich weis, was mailart ist, etc. ist doch toll, wenn man gebildet ist. und das können wir ruhig raushängen lassen. ich dachte, so wäre es besser als einfach: ja oder nein zu schreiben.
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- das macht hier die schwierigkeit aus: in der kürze die welt erklären. schau doch nochmal version 1.2 an. da hab ich deinen vorschlag entschlackt und netzkunst drangehängt. ich denke, so gehts es.
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Version 1.1.
ist das www ein möglicher ort für kunst? versteht man die frage als "ist das medium internet ein ort, an dem kreative arbeit entsteht", so muss man sagen, ja. es bietet einfache , schnelle und ortsunabhängige möglichkeiten der kommunikation. 1. um sich mit anderen auszutauschen. 2. um kunst(projekte) zu präsentieren.speziell unser projekt ist ohne www nicht denkbar. die vernetzung, der strom der daten von (fast) jedem ort zu jedem anderen ermöglicht es uns erst, unsere webfotografien zu erstellen, da fotografierter und fotografierender nicht mehr am gleichen ort sein müssen.
Version1.2
Für uns bietet das Medium "www" einfache, schnelle und theoretisch ortsunabhängige Möglichkeiten der Kommunikation:- um sich mit anderen auszutauschen
- um Kunst(projekte) zu präsentieren
Ein "Ort" im übertragenen Sinne ist das "www" durch die Netzkunst geworden.
2. Was macht Kunst aus?
Gibt es eine klare Grenze, wo Kunst anfängt? Ist so eine Grenze sinnvoll?
Sascha:Sicherlich gibt es Grenzen. Kunst befindet sich ja innerhalb von Gesellschaft, ist ein gesellschaftliches „Produkt“ und unterliegt folglich immer gesellschaftlichen Zwängen. Deswegen gibt es ja auch die Tradition des „Tabubruchs“ oder die des „Skandal“, welche Versuche sind, Grenzen zu durchbrechen oder zu verschieben. Jens:
Gibt es eine klare Grenze? nein. nicht für mich. eine solche grenze hängt zuerst einmal von einer defintion des kunstbegriffes ab. und kunst ist nicht klar definiert, sie wird von jedem anders wahrgenommen. "was ist kunst und was nicht?" ist daher vor allem eine persönliche frage, die von jedem anders beantwortet wird. wenn man einmal von rein technischen aspekten absieht. hier läßt sich sicher eindeutiger festlegen, ob beispielsweise ein dia richtig belichtet ist oder eine pinselführung präzise.
Ist so eine Grenze sinnvoll? da für mich eine solch festgelegte grenze nicht existiert: nein.
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Sascha:
Vorsicht! wir sollten bei dieser Frage nicht in die subjektivitäts-falle laufen.
natürlich ist es schön zu wissen, was du ganz persönlich für grenzen hast bzw. welche du wahrnimmst. aber bedenke: wir leben zwar in einer "zwangs"-individualisierten welt, aber daß soll eher davon ableneken, daß es ganz klare gesellschaftliche normen gibt, die für jeden gelten.
kunst, so denke ich, erkennt diese normen (grenzen) und beschäftigt sich mit diesen.
ausnahmen gibt es keine, denn die mär vom genialistischen künstler, der, abgeschottet von allen weltlichen einflüssen nur aussich heraus geniales schafft, nun, daran glauben höchstens noch einfältige penäler.
daniel buren hat sich mit der definitionsmacht der museen auseinandergesetzt (und mit den readymades von duchamp):
Ein Stück Brot
Ein Museum, eine Galerie bedeuten nichts, solange sie leer sind, ja, sie können jederzeit in eine Sporthalle oder in eine Bäckerei umgewandelt werden, ohne daß sich deshalb das, was dort stattfindet oder verkauft wird, in ein Kunstwerk verwandelt; denn zwangsläufig ändert sich auch der soziale Status. Ein Kunstwerk in eine Bäckerei zu bringen/dort auszustellen, verändert die Funktion dieser Bäckerei nicht im geringsten, ebensowenig, wie dabei das Kunstwerk in ein Stück Brot verwandelt wird.
Ein Stück Brot in ein Museum zu bringen/dort auszustellen, verändert die Funktion des betreffenden Museums nicht im geringsten, aber dieses verwandelt das Stück Brot in ein Kunstwerk, zumindest während der Dauer seiner Ausstellung.
Stellen wir nun ein Stück Brot in einer Bäckerei aus, so ist es äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich, es von anderen Stücken Brot zu unterscheiden.
Stellen wir nun ein Kunstwerk - egal, welches - in einem Museum aus, kann man es dann wirklich von anderen Kunstwerken unterscheiden?
[Daniel Buren, Notizen über die Arbeit, in: daniel Buren, Achtung!, Texte 1967-1991, Verlag der Kunst, Basel 1995]-
Jens:
damit fühle ich mich bestätigt. alles total subjektiv. hängts einer ins museum, ists kunst.-
Sascha:
nein, es ist eben nicht alles subjektiv und individuell. wenn du was (ungebeten) ins museum hängst wird es alsbald entfernt.
Jens:
ja. leuchtet mir ein.
wenn es der kurator oder der direktor macht, dann bleibt es dort. es gibt selektionskriterien, die nicht einfach nur rein subjektiv sind: gerade ein museum muss rechtfertigen wofür es sein geld ausgibt. im übrigen sind es ja unsere gelder, soweit es sih um ein staatliches museum handelt.
in der zusammenfassung kann ich natürlich das buren-zitat anführen und anhand dessen auf die schwierigkeiten in der beurteilung, was kunst ist, hinweisen.-
Jens:
letzteres ist dann glaube ich doch nicht so wichtig. dass es schwierig ist, zu beurteilen, was kunst ist, naja gut. wesentlicher ist dann doch, was du schonmal schriebst, nämlich zu versuchen grenzen zu verschieben. beispielsweise gilt ja für den fotoamateur die regel: foto unscharf = foto schlecht. und wird zurückgegeben. sicher wird es leute geben, die kopfschüttelnd vor unseren pixeligen bildern stehen.
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Jens:
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Sascha:
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Jens:
Zusammenfassung Frage 2, Version 1.0
Uns sei hier ein Zitat erlaubt:Ein Stück Brot
Ein Museum, eine Galerie bedeuten nichts, solange sie leer sind, ja, sie können jederzeit in eine Sporthalle oder in eine Bäckerei umgewandelt werden, ohne daß sich deshalb das, was dort stattfindet oder verkauft wird, in ein Kunstwerk verwandelt; denn zwangsläufig ändert sich auch der soziale Status. Ein Kunstwerk in eine Bäckerei zu bringen/dort auszustellen, verändert die Funktion dieser Bäckerei nicht im geringsten, ebensowenig, wie dabei das Kunstwerk in ein Stück Brot verwandelt wird.
Ein Stück Brot in ein Museum zu bringen/dort auszustellen, verändert die Funktion des betreffenden Museums nicht im geringsten, aber dieses verwandelt das Stück Brot in ein Kunstwerk, zumindest während der Dauer seiner Ausstellung.
Stellen wir nun ein Stück Brot in einer Bäckerei aus, so ist es äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich, es von anderen Stücken Brot zu unterscheiden.
Stellen wir nun ein Kunstwerk - egal, welches - in einem Museum aus, kann man es dann wirklich von anderen Kunstwerken unterscheiden?
[Daniel Buren, Notizen über die Arbeit, in: daniel Buren, Achtung!, Texte 1967-1991, Verlag der Kunst, Basel 1995]
Sicherlich gibt es Grenzen. Kunst befindet sich ja innerhalb von Gesellschaft, ist ein gesellschaftliches „Produkt“ und unterliegt folglich immer gesellschaftlichen Zwängen. Deswegen gibt es ja auch die Tradition des „Tabubruchs“ oder die des „Skandal“, welche Versuche sind, Grenzen zu durchbrechen oder zu verschieben (S.a. "Kunst als Skandal" von Christine Resch).
Es gilt bei Ihrer Frage jedoch noch den Betrachter (also auch uns selbst) zu berücksichtigen: Der Betrachter ist immer autonom und macht mit der Kunst was er will. Anders: Erst im Auge des Betrachters wird ein Werk zur Kunst.
Ist das „Prädikat Kunst“ wichtig?
Sascha:Es ist Segen und Unheil zugleich! Letztlich ist das Prädikat „Kunst“ nur im Kunstkontext wichtig. Und eventuell für den Marktwert. Ich könnte mir Vorstellen, dass eine Webcamfotografie, die auf dem Kunstmarkt gehandelt wird, deutlich mehr Wert ist, als eine Webcamfotografie, die von „getty image“ auf dem Bildermarkt angeboten wird. Allerdings zielt zweitere Vermarktungsstrategie auf Masse, also auf viele Verkäufe.
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Jens:
für mich persönlich, nein. aus wirtschaftlicher sicht betrachtet, schon. herr gursky dürfte sich über die allgemeine anerkennung seiner arbeit als kunst freuen.
natürlich ist anerkennung oder wertschätzung der eigenen arbeit von anderen schon wichtig.-
Sascha:
Überleg doch mal: wenn das "Prädikat" Kunst nicht wictig wäre, warum bemühen wir uns um Ausstellungen und Galeristen?heiszt im umkehrschluss: nur mit dem Prädikat Kunst können wir gesteckte ziele erreichen!
wir wollen die arbeiten zeigen, ausstellen, als buch veröffentlichen. ausstellungen werden nun mal in galerien und museen oder hochschulen oder ausstellungshallen gezeigt. dort arbeiten kuratorInnen und die wählen aus. was nicht kunst ist wird nicht gezeigt. deswegen ist das prädikat wichtig. es macht die arbeit aber nicht besser.-
Jens:
überzeugt mich. das prädikat kunst ist nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern auch generell. damit man ausgestellt und veröffentlicht wird. aber auch du wiedersprichst dir. lies mal deinen satz 4 zeilen weiter unten: "Ich persönlich lege nicht allzu viel Wert darauf, dass unser Projekt Kunst ist." (das ist fast wörtlich das, was ich in der 1. zeile geschrieben habe.)-
Sascha:
der selbstwiderspruch ist einer der schönsten. das nennt man paradoxon;-)
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Sascha:
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Jens:
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Sascha:
Zusammenfassung Frage 2a, Version 1.0
Formulieren wir es so: Um unsere Bilder auszustellen ist dieses "Prädikat" sehr sinnvoll. Ob es sich überhaupt um ein "Prädikat" handelt und das dieser Terminus doch stark in eine wirtschaftliche Betrachtung von Kunst (denken Sie nur an Prädikatweine, die sind mehr Wert und werden teurer gehandelt als Tafelweine) tendiert, halten wir für stark diskussionsswürdig.-
jens
will damit sagen, du äußerst dich meiner meinung nach ein wenig zu abfällig über die tatsache, dass "Kunst" und "wirtschaftliche Betrachtung von Kunst" eng beisammen liegen. ich will mit meiner arbeit (auch) geld verdienen. sonst wärs ja hobbykunst =)
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ich werde mich da nochmal dransetzen, morgen:-)
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auch hier habe ich einen vorschlag gemacht. was mir daran gefällt, ist die erwähnung von sponsoren. lässt sich sicher zusammenbasteln.
- der ist schon ganz gut, wird uns aber den vorwurf der unsachlichen vereinfachung einbringen. kunst=sponsoren? soziale projekte finden viel leichter sponsoren! schau doch version 1.2 an, da habe ich dein statement entschlackt;-)
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auch hier habe ich einen vorschlag gemacht. was mir daran gefällt, ist die erwähnung von sponsoren. lässt sich sicher zusammenbasteln.
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ich werde mich da nochmal dransetzen, morgen:-)
Zusammenfassung Frage 2a, Version 1.1.
Das Prädikat Kunst ist insofern wichtig, als dass es uns ermöglicht, gesteckten Zielen näher zu kommen. Wir wollen die Arbeit veröffentlichen und ausstellen. Im Idealfall Sponsoren finden, um den Reisenden noch auf andere Kontinente führen zu können. Ist eine arbeit als Kunst "anerkannt", ist es bedeutend leichter.Zudem spielt der wirtschaftliche Aspekt eine Rolle. Herr Gursky dürfte sich über die allgemeine Anerkennung seiner Arbeit als Kunst freuen.
Zusammenfassung Frage 2a, Version 1.2
Das Prädikat Kunst ist insofern wichtig, als dass es uns ermöglicht, gesteckten Zielen näher zu kommen. Wir wollen die Arbeit veröffentlichen und ausstellen. Im Idealfall Sponsoren finden, um den Reisenden noch auf andere Kontinente führen zu können. Zudem spielt der wirtschaftliche Aspekt eine Rolle.Was macht die Kunst an Eurer Arbeit aus? Was macht sie zur Kunst?
Sascha:Fragen Sie dass doch einen Kunsttheoretiker. Oder einen Kunsthistoriker. Ich persönlich lege nicht allzu viel Wert darauf, dass unser Projekt Kunst ist. Versucht man Elemente der künstlerischen Fotografie in unserem Projekt zu finden, wird man an mehreren Stellen fündig: das Moment der Serie, das Moment der Performance (jeder Aufnahme ist Ergebnis einer Performance), das Moment des Medientransfer (die Webcambilder werden Grossformatig Ausbelichtet) und das Moment der Verfremdung.
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Jens:
kann ich so nicht beantworten. originalität? in jedem falle gibt es unseres wissens nach bisher kein vergleichbares projekt. nicht alles, was bei der bilderstellung vor der cam geschieht, ist kontrollierbar. am ende steht immer ein auswahlprozeß. neben anderen aspekten spielt die komposition im bild eine tragende rolle.-
Sascha:
im grunde muss das unsere interviewerin selbst beantworten;-)-
Jens:
hier ergänzen wir uns doch sehr schön übrigens. du "Elemente der künstlerischen Fotografie in unserem Projekt: das Moment der Serie, das Moment der Performance, das Moment des Medientransfer und das Moment der Verfremdung. ich "die komposition im bild" letzteres halte ich für recht wesentlich. einer der spannendsten aspekte am schaffen unserer webbildern, an der "performance", ist doch folgendes:
1. wir komponieren unser bild (vor allem durch den platz, an dem ich im bild stehe), sind dabei aber
2. grenzen unterworfen, die sich unserer kontrolle entziehen (ich kann mich nunmal nicht auf ein dach stellen, wo ich nicht hinkomm) und dann kommt noch
3. der aspekt zufall hinzu (etwa wenn da ein auto, geschlossene rolläden, andere menschen (oder..) erscheinen und dem bild den letzten kick geben.)
und wir sind in der lage, diese aspekten unerschiedliche gewichtung zu geben. dadurch, dass ich zu einer cam zurückkehre beispielsweise, wenn das licht scheisse war. aber auch hier gibt es grenzen. örtlich, siehe amerika. oder zeitlich, etwa bei nur einem bild pro stunde.
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Jens:
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Sascha:
Zusammenfassung Frage 2b, Version 1.0
Interessant, daß sie uns, als Künstler, diese Frage stellen, wird sie bzw. gehört sie doch in der Regel an die Adresse der Kunsttheoretiker und Kunsthistoriker gerichtet.- jens
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ok, kann man weglassen. abwegig ist es schon, wenn man den gepflogenheiten im kustzirkus folgt.
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also diese gepflogenheiten kenne ich nicht. wenn ich allerdings eine fotoarbeit iirgendwo präsentiere, sei es redaktion, galerie, bei einem prof. oder sonstwo, rechne ich immer mit der frage: "was haben sie sich denn dabei gedacht?"
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also diese gepflogenheiten kenne ich nicht. wenn ich allerdings eine fotoarbeit iirgendwo präsentiere, sei es redaktion, galerie, bei einem prof. oder sonstwo, rechne ich immer mit der frage: "was haben sie sich denn dabei gedacht?"
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ok, kann man weglassen. abwegig ist es schon, wenn man den gepflogenheiten im kustzirkus folgt.
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jens und vielleicht auch hier eine anmerkung, zum "moments der serie": gehts es nicht vielmehr um das moment der auswahl? das tolle ist doch nicht, dass wir viele bilder schaffen, sondern dass wir uns am ende das beste aussuchen können.
- nein, das kommt nicht mehr rein, weil es SELBSTVERSTÄNDLICH ist.
Zusammenfassung Frage 2b, Version 1.1
Unsere Arbeit enthält bzw. zitiert wesentliche Momente der künstlerischen Fotografie: Das Moment der Serie, das Moment der Performance (jeder Aufnahme ist Ergebnis einer Performance), das Moment des Medientransfer (die Webcambilder werden Grossformatig Ausbelichtet), das Moment der Verfremdung und ganz wichtig: das Moment der Komposition!3. Konkret zum Projekt „Der Reisende“:
Könnt ihr den Begriff „Webfotografie“ kurz erklären?
Sascha:Nun, es geht um Fotografie mit den Mitteln und Möglichkeiten des Webs. So nutzen wir bei dem Projekt „Der Reisende“ ausschliesslich „öffentlich“ zugängliche Webcams, also Webcams, die über eine Url verfügen. Natürlich loten wir so die Möglichkeiten und den Begriff von Fotografie aus, erfahren deren Grenzen und überschreiten die. Ganz im Sinne Ihrer Frage nach den Grenzen in der Kunst.
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Jens:
webcams liefern flüchtige bilder. sie werden in gewissen abständen von neuen bildern überschrieben und gehen - in aller regel- verloren. wir konservieren solche von den cams gelieferten bilder und bezeichnen sie webfotografien. oder anders gesagt, webfotografie bedeutet, sich vorhandener webcams zu bedienen, um damit eigenes bildmaterial zu schaffen.-
Sascha:
hinzu kommt dann noch der digitale bearbeitungsprozess, den alle bilder, die wir ausbelichten lassen, durchlaufen.
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Sascha:
Zusammenfassung Frage 3a, Version 1.0
Es geht um Fotografie mit den Mitteln und Möglichkeiten des www. So nutzen wir bei dem Projekt „Der Reisende“ ausschliesslich „öffentlich“ Zugängliche Webcams (also Webcams die über eine Url ansteuerbar sind) und konservieren deren flüchtige Bilder. Wir nutzen so Webcams um eigenes Bildmaterial zu schaffen.Natürlich loten wir so die Möglichkeiten und den Begriff von Fotografie aus, erfahren deren Grenzen und überschreiten diese. Ganz im Sinne Ihrer frage nach den Grenzen in der Kunst.
Wie nutzt ihr die Bedingungen des Mediums www für eure Zwecke?
Sascha:Es sind mehr die Möglichkeiten des Mediums, die wir nutzen: weltweite Kommunikation, 24/7, also diese tolle Kürzel was heisst: 24 Stunden/7 tage die Woche. Wir können also, vorausgesetzt die Lichtverhältnisse vor Ort ermöglichen eine Aufnahme (denn wir arbeiten nur mit dem vorhandenen Licht), zu jeder beliebigen zeit unsere Aufnahmen machen.
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Jens:
wir nutzen die tatsasche, dass inzwischen in nahezu jedem winkel der welt webcams zu finden sind. deren bilder ins netz gestellt werden und die dann an nahezu jedem anderen ort der welt - solange nur eine internetanbindung existiert - zugänglich sind. die kameras werden vom reisenden aufgesucht. er platziert sich im bild, wird von der kamera erfasst, und tritt dann eine zweite, virtuelle reise durch das web an. bei eingabe der richtigen adresse erscheint er quasi zeitgleich auf jedem rechner der welt.
durch das www müssen fotografierter und fotografierender nicht mehr am selben ort sein.
Zusammenfassung Frage 3b, Version 1.0
wir nutzen die tatsasche, dass inzwischen in nahezu jedem winkel der welt webcams zu finden sind, deren bilder ins netz gestellt werden und die dann an nahezu jedem anderen ort der welt - solange nur eine internetanbindung existiert - zugänglich sind. die kameras werden vom reisenden aufgesucht. er platziert sich im bild, wird von der kamera erfasst, und tritt dann eine zweite, virtuelle reise durch das web an. bei eingabe der richtigen adresse erscheint er quasi zeitgleich auf jedem rechner der welt.Die Fotografenperspektive der Webcam ersetzt einen realen Autor eurer Bilder. Eigentlich inszeniert ihr mehr, als dass ihr im herkömmlichen Sinne „schafft“. Wie ist euer Verhältnis zur Autorschaft?
Sascha:Die Fotografenperspektive ersetzt nicht den Autor, sie impliziert den Autor. Sonst wäre es ja nicht die Fotografenperspektive. Die Frage nach der Autorschaft ist nur innerhalb der Gruppe relevant und da haben wir die Vereinbarung, dass wir alle drei zu gleichen Teilen über die Autorschaft verfügen.
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Jens:
auch inszenieren bedeutet schaffen, das schließt sich nicht aus. sonst müsste man jeder werbe- oder sonstigen inszenierten fotografie eine kreative leistung des fotografen aberkennen.
wir nutzen die apparate anderer, inszenieren aber vor ort ein eigenes bild, eines, das den reisenden zeigt. wir sind die autoren dieser bilder.-
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Sascha:
ist ein missverständniss. hatte mich verlesen!
wir sind schon deshalb Autoren der Bilder, weil wir die inhaltliche Ausfüllung bestimmen (nicht zu verwechseln mit der inhaltlichen Interpretation, die, soweit sie der Betrachter vornimmt, von uns losgelöst stattfindet)!
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Sascha:
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Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.0
Die Fotografenperspektive ersetzt nicht den Autor, sie impliziert den Autor. Die Frage nach der Autorschaft ist nur innerhalb der Gruppe relevant und da haben wir die Vereinbarung, dass wir alle drei zu gleichen Teilen über die Autorschaft verfügen.Inszenierung und Performance sind sehr aufwendige Instrumentarien um ein Bild zu schaffen. Nehmen sie zb. Jeff Walls Fotografien. Das sind sehr aufwendig inszenierte Fotografien.
Bei uns besteht der Hauptaufwand, den reisenden zur richtigen Zeit zur richtigen Kamera zu bringen um das beste Ergebniss zu erzielen. Gerade bei weit entfernten Reisezielen wird der Aufwand sehr sehr hoch.
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Jens:
das einzige, an dem ich noch hängen bleibe, ist der satz " Die Frage nach der Autorschaft ist nur innerhalb der Gruppe relevant". bei dieser art der bilderstellung kann und wird tatsächlich die frage auftauchen, ob wir denn die autoren sind (da man ja der meinung sein kann, dass eine maschine das bild macht und nicht wir). das gibt der frage große relevanz. ich halte es für sehr wichtig, hier eine aussage zu machen und klar zu sagen: WIR SIND DIE AUTOREN DIESER BILDER. damit erst keine zweifel aufkommen.
dass wir die autorenschaft zu gleichen teilen aufteilen, halte ich wiederum nicht so wichtig bzw halte ich für selbstverständlich.
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aber das ist doch bei der fotografie immer so: zwar drückst du den auslöser, aber das bild wird doch von der maschine gemacht. in der herkömmlichen fotografie wirst du sogar gezwungen, dinge zu tun, die, gott sei dank mittlerweile intelligente chips übernommen haben: zeit/blende etc. zu bestimmen.
Wir sind die Autoren der Bilder, weil wir den Inhalt bestimmen! Dadurch, daß wir den Reisenden im Bild platzieren werden wir zu den Autoren des Bildes. Die Crux liegt darin, daß natürlich jemand das selbe Bild abspeichern könnte und vermarkten tut.
In diesem Sinne befinden wir uns gewissermassen auf Neuland.
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aber das ist doch bei der fotografie immer so: zwar drückst du den auslöser, aber das bild wird doch von der maschine gemacht. in der herkömmlichen fotografie wirst du sogar gezwungen, dinge zu tun, die, gott sei dank mittlerweile intelligente chips übernommen haben: zeit/blende etc. zu bestimmen.
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Jens:
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Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.1
Die Fotografenperspektive ersetzt nicht den Autor, sie impliziert den Autor. Zudem gestalten wir das Bild Inhaltlich, indem wir den Reisenden im Bild platzieren. Das denken wir, sind Merkmale, die unsere Autorschaft begründen. Faktisch muss man sich den WebFotografischen Prozess als einen weitgehend automatisierten Prozess vorstellen, der es uns ermöglicht, Dinge wie "Blende/Zeit-Kombination", "Filmauswahl", "Objektivbrennweite" u.a. als vollkommen nebensächlich erschinen zu lassen.Inszenierung und Performance sind sehr aufwendige Instrumentarien um ein Bild zu schaffen. Nehmen sie zb. Jeff Walls Fotografien. Das sind sehr aufwendig inszenierte Fotografien.
Bei uns besteht der Hauptaufwand, den Reisenden zur richtigen Zeit zur richtigen Kamera zu bringen um das beste Ergebniss zu erzielen. Gerade bei weit entfernten Reisezielen wird der Aufwand sehr sehr hoch.
Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.2
Die Fotografenperspektive ersetzt nicht den Autor, sie impliziert den Autor. Zudem gestalten wir das Bild Inhaltlich, indem wir den Reisenden im Bild platzieren. Das denken wir, sind Merkmale, die unsere Autorschaft begründen.Inszenierung und Performance sind sehr aufwendige Instrumentarien um ein Bild zu schaffen. Nehmen sie zb. Jeff Walls Fotografien. Das sind sehr aufwendig inszenierte Fotografien.
Bei uns besteht der Hauptaufwand, den Reisenden zur richtigen Zeit zur richtigen Kamera zu bringen um das beste Ergebniss zu erzielen. Gerade bei weit entfernten Reisezielen wird der Aufwand sehr sehr hoch.
Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.3
Die Fotografenperspektive ersetzt nicht den Autor, sie impliziert den Autor. Zudem gestalten wir das Bild inhaltlich, indem wir den Reisenden im Bild platzieren. Das sind Merkmale, die unsere Autorenschaft begründen. Faktisch muss man sich die Erstellung einer Webfotografie als einen weitgehend automatisierten Prozess vorstellen, der es uns ermöglicht, Dinge wie "Zeit/Blenden-Kombination", "Filmauswahl", "Objektivbrennweite" u.ä. vollkommen nebensächlich werden zu lassen. Inszenierung und Performance sind sehr aufwendige Instrumentarien, um ein Bild zu schaffen. Nehmen sie z.b. Jeff Walls Fotografien. Sehr aufwendig inszeniert. Bei uns besteht der Hauptaufwand darin, den Reisenden zur richtigen Zeit zur richtigen Kamera zu bringen, um so das beste Ergebnis zu erzielen. Gerade bei weit entfernten Reisezielen ist der Aufwand sehr sehr hoch...fertig langsam denke ich.. gruss j
- würde ich weglassen →Faktisch muss man sich die Erstellung einer Webfotografie als einen weitgehend automatisierten Prozess vorstellen, der es uns ermöglicht, Dinge wie "Zeit/Blenden-Kombination", "Filmauswahl", "Objektivbrennweite" u.ä. vollkommen nebensächlich werden zu lassen.
Zusammenfassung Frage 3c, Version 1.4
Die Fotografenperspektive ersetzt nicht den Autor, sie impliziert den Autor. Zudem gestalten wir das Bild Inhaltlich, indem wir den Reisenden im Bild platzieren. Das sind Merkmale, die unsere Autorschaft begründen.Inszenierung und Performance sind sehr aufwendige Instrumentarien um ein Bild zu schaffen. Nehmen sie zb. Jeff Walls Fotografien. Das sind sehr aufwendig inszenierte Fotografien.
Bei uns besteht der Hauptaufwand, den Reisenden zur richtigen Zeit zur richtigen Kamera zu bringen um das beste Ergebniss zu erzielen. Gerade bei weit entfernten Reisezielen wird der Aufwand sehr sehr hoch.
Wie muss die „Übersetzung“ der Webcam-Bilder aussehen, damit sie Kunst werden? Ist das eine formale Frage, hängt es vom Präsentationsrahmen ab oder gibt es noch andere Kriterien?
Sascha:Unsere Webcambilder sind, mal vereinfacht gesagt, Kunst, weil wir sagen, dass Sie Kunst sind. Jetzt beweisen Sie mal das Gegenteil. In dieser Diskussion werden wir dann herausfinden, warum unsere Bilder Kunst sind. Natürlich ist es mit den Webcam-Bildern wie mit allen (Ready Mades) vorgegebenen Dingen: Sie sind eigentlich nicht Kunst, es sei denn, wild gewordenen Künstler kommen daher und zerren das Ding in den Kunstkontext.
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Jens:
wir haben für unser projekt eine übersetzung der bilder gewählt. sie werden vom bildschirm gelöst und als großformatige ausbelichtung präsentiert, wieder näher an eine "herkömmliches" fotografie herangerückt. das große format arbeitet die den webcambildern eigene ästhetik besser heraus, vor allem hervorgerufen durch die eingesetzte jpeg-komprimierung. gegebenenfalls werden tonwerte korrigiert, um dem bild den letzten schliff zu geben. an welcher stelle die bilder durch diesen medientranfer zu kunst werden, kann ich nicht beantworten.-
Sascha:
die Frage nach dem MUSS kann schon deswegen nicht beantwortet werden, weil wir uns sonst anmassen würden, kriterien aufzustellen, die besagen, wann ein webcambild zur kunst wird und wann nicht. aber sie bringen uns da auf eine idee, die die DOGMA leute auch schon hatten: ein Manifest schreiben und ...
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Sascha:
Zusammenfassung Frage 3d, Version 1.0
Wenn wir den ganzen Prozess betrachten, den ein Webcambild durchläuft, bis es in einer Ausstellung gezeigt wird, dann könnte die entscheidende Stelle der der Dekontextualisierung sein, also der Moment, in dem wir das Bild aus seinem Ursprungskontext herauslösen und ihn in unseren Kontext einfügen. Durch diese Dekontextualisierung wird das Webcambild zu einem Kunstwerk.EndFassungInterviewDerReisendeHildesheim, bitte dem Link folgen!
Jens:
a) was sagt/schreibt bernhard ?
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Sascha:
der wird, wenn er will, was schreiben. ansonsten gilt die deutsche tugend: wer schweigt stimmt zu.
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Sascha:
mach ich.-
Jens:
mach das bald, sonst versinkt diese seite im chaos=)
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Jens:
- war im stress
- also weg damit
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als portaits können wir ja die videokonferenzbilders nehmen.... ich mach die schon mal fertig
Bernhard-
und schick sie an die angegebene adresse, gell.
schaut ihr euch bitte die endfassung an und gebt euer ok, wenn denn ok ist. dann schick ich sofort das interview raus!
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und schick sie an die angegebene adresse, gell.