Eine Performance in den eigenen vier Wänden (Wohnzimmerperformance)

Foto: Unbekannt 1987 läd SaschaBuettner ausgewählte Kunstkenner zu sich in die eigenen vier Wände. Der Grund der Einladung wird nicht kommuniziert. Die Gäste wurden gebeten, am Tisch Platz zu nehmen. Danach verschloss SaschaBuettner die Wohnzimmertür und setzte sich zu den Gästen, sprach aber kein Wort mit Ihnen. Auch reagierte er nicht auf Fragen, die ihm die unruhiger werdenden Gäste stellten.
Als der erste Gast versuchte, die Tür mit Gewalt zu öffnen (es waren bis dahin in etwa drei Stunden vergangen) stürzte sich SaschaBuettner auf den Gast, schob ihn zurück auf seinen Platz und war daraufhin nicht wieder zu erkennen: Wie ein Wilder sprang er über den Tisch, schwang sich an die Lampe, brüllte unverständliche Worte, schmiss die Scheiben ein und urinierte in eine Ecke des Wohnzimmers.
Diese Raserei steigertte sich, bis SaschaBuettner völlig erschöpft zu Boden sank. Verängstigt und bestürzt riefen die Gäste nach einem Notarzt. Die Wohnzimmertür wurde von einem Helfer geöffnet. In Panik verliessen die Gäste den Ort des Geschehen, ohne sich um den am Boden liegenden SaschaBuettner zu kümmern. Margit Price