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RebelArtFestivalNo1

Planung + Vorhaben zum rebel:art festival in Berlin, 01. - 03. April 2004
auszug aus einer mail an Verschwoerungen.FlorianCramer + Verschwoerungen.MontyCantsin

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Jetzt aber zum Programm morgen (bzw, wie ich an der anti-neoistischen non-six-o-clock-Uhr sehe, schon heute) abend:

1. Wir brauchen irgendeinen Paukenschlag am Anfang, damit sich da nicht ein gelangweiltes Publikum zwischen zwei Bier mal locker die schlapp vornesitzende Gestalten im Vorbeischlendern reinzieht. Was zieht Ihr vor: Brennendes Bügeleisen, brennende Brothüte oder Einzug mit Fischen auf dem Kopf?

Und: Brauchen wir irgendeine Uniformierung/modische corporate identity? (Ich könnte z.B. noch zwei weiße T-Shirts mit fetten roten Kreuzen versehen oder einer Aufschrift wie "FAKE NEOIST".)

2. Der neoistische Friseur tritt in Aktion, zuerst im Publikum, wenn sich dort niemand findet, bei uns (meinetwegen bei mir zuerst, damit Ihr in Ruhe präsentieren könnt), danach hoffentlich mit Erfolg wieder im Publikum. - Ich habe eine brandneue Haarschneidemaschine gekauft und einen Freund angerufen, der sie bedienen würde, aber noch nicht weiß, ob er morgen abend kommen kann. Im Zweifelsfall könnte ich dafür aber noch andere Festival-Leute, z.B. Bert, Federico Bucalotti oder Sebastian Lütgert rankriegen.

3. Wir setzen uns auf zwei Stühle, im Hintergrund generiert die Neoismus-Maschine Slogans, wir erklären, daß wir Verschwoerungen.MontyCantsin sind, daß dies eine Propagandaveranstaltung für ein neoistisches Apartmentfestival im September oder Dezember in Berlin ist, daß wir keinerlei Erklärungen über Neoismus abgeben werden, daß alle Verschwoerungen.MontyCantsin sind und wer Verschwoerungen.MontyCantsin sein will, uns bitteschön vom Podium holen und sich selbst auf den Stuhl setzen soll.

4. Jetzt kommt Eure halbstündige Bildpräsentation.

5. Der Beamer wird wieder an die Neoismus-Maschine angeschlossen. Wenn alles klappt, haben wir tENT aus Barcelona an der Strippe und binden das Telefon mit Tesakrepp ans Mikro. (Er hat mir heute noch einmal geschrieben und ist, das ist das Schöne an Anarchisten wie ihm, zuverlässig wie eine Schweizer Bank.) Ich habe noch eine 15-Euro-Guthabenkarte für mein Mobiltelefon übrig; wir halten die Verbindung, solange das reicht. (Ich schätze, nicht mehr als 10 Minuten.)

6. Wenn uns nicht jetzt schon jemand vom Podium geholt hat und die ganze Veranstaltung unberechenbar geworden ist, kommt jetzt meine Präsentation (zu der ich mich jetzt wie folgt entschlossen habe, weil es am besten ist, wenn ich etwas mache, das zu mir als Person passt und was ich ohne Charakterverrenkungen rüberbringen kann): Forschungszwischenbericht aus den neoistischen Laboratorien zum Stand einiger Experimentalanordnungen und externer Forschungsprojekte für das APT 04, darunter:

Bilder vom Abend

MitFlorianCramer.jpg AlleZusammen.jpg publikum.jpg

07.10.2006 · SaschaBuettner · r6