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MultipleNameKonzept

 Multiple Name Konzept

"Der multiple Name hebt die Trennung von Individuum und Kollektiv auf. Er verleiht den einzelnen in magischer Weise Anteil an der kollektiven Gestalt der imaginären Person, in der sich die Bewegung und die Kraft einer unsichtbaren Masse verkörpern. Die Masse gewinnt Gestalt, sie wird in der Form der imaginären Person zum handelnden Subjekt. Gerade die Namen-losen Unterdrückten haben dieses Prinzip immer wieder verwendet. So tauchte es beispielsweise bei den Bauernaufständen auf: 1514 zogen süddeutsche Bauern im Namen des "armen Konrad" ins Feld. Auch in einem aktuellen politischen Kontext tritt ein multipler Name in Erscheinung. Eine der genialen medienstrategischen Leistungen der zapatistischen Guerilla von Chiapas war es, den Namen ihres Sprechers Subcomandante Marcos zu einem kollektiven Namen zu machen. Schließlich konnten Zehntausende mit dem Ruf "Auch wir sind Marcos" durch die Straßen von Mexico City ziehen und sich damit in machtvoller Weise politisch artikulieren."
(Aus dem Handbuch der Kommunikationsguerilla)
S.a.:

03.01.2004 · SaschaBuettner · r1