Foto: L.M. Im März 2005 startet SaschaBuettner eine neue, wegweisende Performance in der Reihe DerNaturIhrGeheimnisEntlocken .
Auf einem Waldparkplatz im Taunus parkte SaschaBuettner seinen weissen Mercedes, gestaltete den Parkplatz als abgesperrten Tatort und legte sich so in den Wagen, daß lediglich seine rechte Hand aus der geöffneten Wagentür heraushing. Die Szenerie erinnerte tatsächlich an den Schauplatz eines Verbrechens, nach dem die Polizei diesen abgesperrt und untersucht hat. Jedoch: Weder waren Polizeiabsperrbänder noch Polizeibeamte zu sehen. Auch war da ja noch die Leiche . Buettner hatte, wie so oft, Einladungen an ein auserlesenes Publikum versendet. Diesmal jedoch in Form einer verschlüsselten Wegbeschreibung. So fanden nicht alle geladenen Gäste den Ort der Performance. Die, die den Weg fanden, durften sich dem Schauplatz nicht mehr als 10 Meter nähern. Lustigerweise stapften Waldspaziergänger durchs Ambiente und, eben nicht von Buettner instruiert, näherten sich dem Wagen. Einige erschraken, andere suchten nach der versteckten Kamera, die nicht vorhanden war. Nach etwa 6 Stunden baten Helfer die wenigen verbliebenen Gäste unverzüglich den Schauplatz zu verlassen. So wollte Buettner sicher gehen, dass niemand Zeuge des Abbaus wird. Es war eine beeindruckende Performance, obwohl sie durch absoluten Stillstand, Unbweglichkeit und nicht geschehen eine gähnende Leere produzierte, sich aber gegen all die Hampelmänner, die oft ihr ADS-Syndrom kompensieren wollen, positiv abhob. Neu war die ausdrücklich formulierte Sehnsucht nach dem Tod, die so offensiv formuliert, nicht wenige verstörrte. Man wird davon ausgehen müssen, daß Buettner mit dieser Performance, die wiedermal eindeutig seinen selbstformulierten Anspruch, der beste Performer der Welt zu sein , bestätigte, seine Spitzenstellung in der Performanceszene behauptet. Frank Himmels, 2005