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TheoretischeMedienpraxisJetzt

ASCII Map "theoretische Medienpraxis jetzt" 0.4

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	 ,------------ Aktion <------------.	  | Verknuepfung medialer	 |
	 |											| <-- | mit explizit politischer |
	 '--> SMS/MMS/Videohandy-Bilder ---'	  | Praxis						 |
		  (vgl. Wien 2000, Genua 2001)		  ----------------------------
							^											/
							|					 WM 2006			/
							|						 /			  /
							|						/			  /
Aufstaende { Paris Nov. 2005 ==>> Berlin Juni 2006 ?
														|
 symbolfreies De-De-/Re-Kodieren			 |				  "Unser Medium
										  \			|				  darf jede Wand
											\		  V				  sein"[1]
											 »Unser Medium musz			  |
	  Es existiert keine			  musz[2] jedes Netz <---------'
	  Totalkonvergenz der			 sein[3]«
	  Medien im Computer.[4]		/
										  /
								  Produktion ---> produktiver statt
										 |			 performativer bzw. operativer
										 |			 Medienbegriff ![5]
										 |
				 Verhaeltnisse <---'---> Theorie ist mediale *Praxis*
						 |		\_________
						 |					 \______kapitalistische
		 50 Mio. € (EU Gelder) zur							^
		 Befriedung & NORMalisierung						 | Kritik
		 der inneren Sicherheit								|
														  ,----- Aktion <-----.
														  |						 |
														  '--> z.B. Bilder ---'

-------------------------- Europaeischer Fokus ---------------------------
_____
[1] Das war ein (politisches) Graffitti in der Fuszgaengerzone bzw. in
einer der Fuszgaengerunterfuehrungen in Kassel von etwa den spaeten
1970er Jahren (ca. 1979) bis in die fruehen 1990er Jahre.
Maximalanspruch und -forderung der Vergesellschaftung der Medien im
teilgesellschaftlich umzaeunten Kampf fuer freie Verhaeltnisse gegen
die Diktatur des Privateigentums am jeweiligen Medium.
[2] Ein doppelter antizipatorischer Imperativ: Netze muessen das Medium
der Produktion werden, weil sie das technologisch am weitesten
entwickelte Multimedium darstellen (Produktionsmittel), und dieses ist
ein Musz, also auch zwanghaft besetzt, weil sie das
sozio-kulturtechnisch am weitesten entwickelte Multimedium darstellen
(Produktivkraft). Zur vorlaeufigen Definition von _Medium_ soll dienen:
Ein vermitteltender translationaler Komplex aus Handlung und Maschine.
[3] Oder auch: Unser Medium kann jede Form sein. Netze selbst sind
Poly-Formen (Komplexe) aus Interfaces, Peripherien und Usern.
[4] Der Computer ist *universell* aber nicht *universal*, er kann nicht
beliebige mediale Kontexte digital behandeln (das Event-Problem). Das
hat Folgen fuer die These, mit dem Computer kenne man,
McLuhanianistisch, nunmehr nur noch Formate, die als Manifestationen
oder Traeger der verschiedenen Akte und Dokumente des Medialen
fungierten, und keine singulaeren Medien mehr. Denn fallen in das "Reich
des Computers" verschiedene divergente mediale Praktiken
(Medienumgebungen) erst gar nicht hinein, muessen die diesen
zugewiesenen Medien nicht zwingend als Formate der Datenverarbeitung des
Computers gedacht werden. Der Format-Papst kann also nur innerhalb der
_Kirche der technischen Medien_ und nur im absoluten und
absolutistischen Bezug zu dem von den Priestern miterfundenen Gottvater,
dem Primat des Technischen, und seinem Sohn, dem Universalmedium
Computer, das Dogma verkuenden.
[5] Weil Medien produktiv sind, d.h. als ihre Produkte Effekte und
Anschluesse zeitigen, und weil es um ihre Produktionsprozesse geht sowie
um die dazugehoerigen Produktionsverhaeltnisse, welche der Enteignung
unterstehen seitens der akademisch-kulturalistischen und/oder
wirtschaftlichen Eliten (siehe die moerderischen Medienpraktiken in
franzoesischen Banlieus seitens der dortigen herrschenden Klasse, der
lokalen Bourgeoisie, und die Consumer-technisch 'gestuetzten' Antworten
von den lokal sozial Ausgehungerten).

Karlsruhe, 14.11.2005 18:17

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Trashpavilion.TopicClassification
RMP

20.11.2005 · SaschaBuettner · r1