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ReProduktion

im gesellschaftlichen kontext ist eine frage von wesentlicher bedeutung: die der reproduktion. wer re-produziert wen. in der patriachalen, kapitalistischen gesellschaft fällt diese rolle der frau zu. das wird gerne biologisch (gebärfähigkeit) begründet, aber nicht nur seit judith butller wissen wir, daß dies humbuk ist.

eine wesentliche aufgabe des künstlers ist es, sich die frage der re-produktion immer wieder neu zu stellen. sich zu fragen, ob hinter dem eigenen werk eine große, starke frau steht, oder ob man sich von dieser zuschreibung emanzipiert und neue wege geht.

ich richte immer wieder die kamera auf mich selbst. führe so "tagebuch" über meinen zustand. soweit dieser optisch focusiert werden kann. das werte ich als einen wesentlichen ansatz, die frage der re-produktion neu zu stellen. die falle liegt in der lutherschen theologie der selbstbefragung (tagebuch führen). die verinnerlichung staatlicher repression (oder theologischer), als neuerung und abkehr von folter und ablasshandel.

die kamera auf sich selbst richten kann nur ein erster schritt sein. eine zustandserfassung.

davon ausgehend muss das bestreben sein, sich theoretisch mit dem thema re-produktion zu befasssen und zu weiterführenden handlungsmöglichkeiten zu kommen.
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TN

10.09.2007 · SaschaBuettner · r1