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AntjeUndKurdWeimar5

17 Dec 2003
hell-Ocker auf Saschas mindmap

Definition

Das Adjektiv mutuell fuer Kunstaffairen zu verwenden ist umfassender als das Adjektiv conversationell. Dieses drueckt zwar Wechselseitigkeit aus und das Gemeine und Kommunikation, aber ohne die Problemhoehe eines gesellschaftlichen Bezuges, der steckt mit der Bedeutung von Mutualismus in dem Wort Mutualitaet. Wenn wir ‘Mutualitaet‘ in die Kunst eingefuehrt haben, so soll das ‘Conversation‘ nicht ersetzen, beide ergaenzen sich.

Wir kennen kunsthistorische Referenzen fuer synaesthetische (gesamtsensorische) Conversationskunst (ars sermonis, renaissancene Musenhoefe, 200 Jahre pariser Salons u.a.), sich in der Netzkunst auf sie zu beziehen, ist eher naheliegend. Radikal ist vielleicht (unbeschadet der Referenzen) der Bruch mit dem seit zweieinhalb Jahrtausenden gueltigen Paradigma der Rhetorik (generelle Kunsttheorie) des Ueberzeugens und Ueberredens. Dieses langlebige Paradigma wurde ja in den Pariser Salons schon einmal aufgebrochen, z.B. durch das "Verbot der Rechthaberei".
Kann dieses Bewusstsein und Verhalten nur in radikaler Weise geklaert werden oder geht es besser peu à peu? (oeffnet peu à peu dem Vereinnahmen Tuer und Tor?)
Ich (A.E.) denke, dass - bei aller bestehenden Gefahr der Vereinnahmung - bei dem peu `a peu-Ansatz im homoeopathischen Sinne die Chance da ist, dass Angriffe auf gueltige Paradigmen so besser vom "Bestehenden aufgenommen und eingebaut werden können" ohne abgewehrt werden zu müssen.


Definition

06.02.2004 · SaschaBuettner · r9