hell-indigo in Saschas mindmap
Aus_Wirkungen
Zu diesen Punkten meinen wir: Die Publikumrolle hat sich veraendert, und wo der Betrachter das Kunstwerk macht (Duchamp, Maturana), ist er nicht in der Rolle des Partizipanten, die ihm der Kuenstler gewaehrt (Partizipationskunst, interaktive Kunst):
Also kommt auch die Kuenstlerrolle in Veraenderung - jedenfalls im Netz wo alle gleiche Mittel haben. Dort gibt es dann Affairen miteinander, anstatt Werkeproduzieren fuer andere. In solcher Kunst begehrt jeder Mitteilung von seinen Konsorten. Kuenstler/Kuenstlerin werden geschickter sein, den conversationellen Ton anzuschlagen und zu halten, als andere - aber weil sie selbst Mitteilung wollen, sind sie nicht etwa Moderatoren (oder externe Beobachter), und sie sind keine Produzenten.
Solche Kunstaffairen hinterlassen Spuren in den Beteiligten (das betrifft die homoeopathische Wirkung) und unter Umstaenden auch Mitschnitte. Dass sich auf sie bezogene voyeuraestetische Wahrnehmungsformen eines Publikums entfalten (und von Kuenstlern Werke in Mitschnittform produziert werden), ist zu erwarten. Beim Mitteilen ist aber wichtig, dass kein vorgegebenes Ziel angesteuert wird, weil das laufende aneinander Anpassen die Anderweiten verdecken. Die Anderweiten schaffen aber die Problemhoehe der Kunstaffaire.
Nicht mit jedem hat man (glaenzende) Affairen und auf die Frage "Wie komme ich dahin ein Gegenüber als aktiven Menschen miteinzubeziehen?" laesst sich wohl sagen: Ein Gegenueber ist ein aktiver Mensch, das merkt man, wenn er einem nicht folgen will oder man selbst nicht folgen will. Entweder verhindert oder loest Macht einen solchen normalen Konflikt, oder ein Einigungsvorgang auf der Basis allgemeinerer bestehender Einigkeiten. Der Bereich von Kunst auf Gegenseitigkeit sind solche Basen von Einigkeit, die sich den Maechten und Machtanspruechen (aufgrund deren Zielgerichtetheit und Einseitigkeiten) entziehen. - Na ja, das sind Gedanken.
Vielleicht beinhaltet der Bereich von Kunst auf Gegenseitigkeit ja die Chance (im Sinne von homoeopathisch) "den Nerv einer bestehenden Struktur (zu) treffen" und damit der bestehenden "patriarchalen Verdrehung", hinter der ja die Maechte und Machtansprueche stehen, entgegenzuwirken.
Aus Wirkungen
- Mutualität. Wenn das Publikum verschwindet (seine Rolle ändert), so bleibt der Künstler? (wer ist sie/er dann?)
- Situation. Ideal: kein Publikum / Einzelakteur (Künstler)
- Mutualität zwischen Künstler und ???, Mutualität zwischen Menschen. Gibt es den Künstler?
- "Wie komme ich dahin ein Gegenüber als aktiven Menschen miteinzubeziehen"?
- Wo ist die Wurzel der Mutalität und wo wird sie getrennt?
- siehe Phänomenologie, siehe Kritik an der wissenschaftlichen Denke: des "objektiven" Beobachters
- Es gibt kein Publikum
- Akzeptieren der Anderweite: "Mach ich was mit dem anderen, obwohl ich das nicht mag"
- Anderer Kulturkreis: Rekonstruktion, Kopie, China
- Format: Kein Werk, keine Produktion! Ein Prozess, Situation?
- Motivation: "Orginalitätszwang" vs. etwas von anderen haben wollen undn icht gebe wollen.
-
schließt ein: Mitschnitt, Doku,... schließt aus: Arbeit / Werk (?)