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"Wer ist Buettner? ..."
Gute Frage. Oliver Marc Piecha lässt sie in seinem Fragment gebliebenen Schlüssleroman "Janett" stellen. Zurecht. Denn Buettner, Sascha oder vielmehr Sascha Rolf Oliver Buettner, geboren im September 1966, ist vor allem ein mythenumwobener Anti-Held der Wiesbadener Avantgarde, schwer zu fassendes Kuriosum: Dada-Nachläufer und Literartur-Hustler. Er ruft zugleich Nach-Modernität und Primitivismus aus; arbeitet als Holzfäller, Chaffeur oder Erntehelfer. Buettners Lebensentwurf kreist um das Problem der Identitaet, reagiert auf und leidet unter Grenzziehungen: Ich bin alle Dinge, alle Menschen und alle Tiere! Was tun? Versuchen wir es mit der freien Luft, Vielleicht kann ich dort Meine Verhängnisvolle Pluralität loswerden. Tatsächlich büßt er die die beklagte "verhängnisvolle Pluralität" nur unter freiem Himmel ein. Seit einer Ruderbootfahrt über den Rhein 1987, gilt SaschaBuettner als anderer Mensch. Gewalttouren und -posen (s.a.: MitGewehr) - bewusst inszeniert bzw. rauschhaft verschwendet (s.a.: MemNo) - bestimmen seine Biografie. Ein Leitfaden ist Buettners aktive Leidenschaft für Kampfkünste. Dieser Trend unter Intellektuellen und Kulturschafenden der nach-Moderne - vertreten unter anderem von Marcus Bohl oder Bernahrd Reuss - lebt er jedoch mit besonderer Konsequenz. Micha Hefner | |