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Sascha Büttners neue Arbeiten sind vordergründig kurze Videoclips: Landschaften, Sehstücke, Portraits und Interieurs, damit deckt Büttner alle "klassisch" zu nennenden Sujets des Kunstfilms ab. Es geht in seinen Miniaturen aber nicht nur um Filmschaffen und der ihm innewohnenden Spezifika, es geht auch um die Frage nach dem bewegten Bild an sich. Zu sehen sind gewissermaßen Zitate aus der Kunst, die ihr Medium in der Fotografie gefunden hat. Dementsprechend sind auch die Titel der Filme Hinweise auf ihre Quellen: "Stefan Beck, multi.trudi" wird da genannt, außerdem lassen sich Zitate von Martin Peters, Ralf Schnatz und Uwe Brüger nachweisen. Sascha Büttner überträgt nun diese Inkunabeln der zeitgenössischen Kunst in seine Filme, die Formate entsprechen dabei denen der Kamera. Das Spannende an dieser Auseinandersetzung um das fotografische und das bewegte Bild sind die Abgründe, die sich in den Filmen auftun. Es sind Topografien und nicht lediglich Veränderungen der abgefilmten Vorlage. Denn diese muss man nicht kennen, muss man nicht als Vergleichsobjekt sehen.
Matz Brauninger, 2007
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