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Foto: Atelier Bratwurst Der Natur ihr Geheimnis entlocken - Der Kälte trotzen, Winter 1998 Eine Performance am Großen Arber/Bayerischer Wald Von Helfern lies sich SaschaBuettner? liegend und mit verbundenen Augen auf einen Felsvorsprung am Großen Arber schaffen. Ausgestattet mit wenigen Lebensmitteln, die selbst bei bester Einteilung höchstenfalls für 24 Stunden ausreichen würden, richtete sich Buettner den Umständen entsprechend ein. Zuerst sicherte er sich ausreichend um dann seinen Survivalmarathon mit einer kurzen Teezeremonie einzuläuten. Waren die Lebensmittel schon knapp, so lies die übrige Ausstattung nichts gutes ahnen: Weder Zelt noch Schlafsack oder anderes wintertaugliches Material war zu erspähen und so war die Sorge um Buettners überleben bei dem Publikum, welches sich dem Biwak nicht nähern durfte, sondern von Helfern zu einem Platz geführt wurden, der genügend Fernrohre, die fest auf Stativen montiert waren, sehr groß. Bei Anbruch der Dunkelheit wurde dem Publikum der Weg zu einer Hütte gewiesen, wo sie wohlig umsorgt die Nacht verbrachten, während Büttner in der eisigen Kälte am Hohen Arber ausharrte. Am kommenden Morgen eilte man wieder zu den Fernrohren um zu sehen, was Buettner machte. Dieser versuchte sich mit Übungen warm zu halten, doch es war abzusehen, daß diese Bemühungen schon in kurzer Zeit ihren Tribut fordern würden. Als Buettners Bewegungen immer träger wurden und deutlich zu erkennen war, daß er über keine Lebensmittel mehr verfügte, drängte das Publikum auf Abruch der Performance, doch die Helfer von Buettner machten deutlich, daß diese erst dann beendet sei, wenn Buettner sich mindestens 5 Stunden nicht mehr bewegt habe. In der Tat wurde die Performance am dritten Tag beendet. Buettner wurde von einem Rettungshubschrauber, übrigens auf eigene Kosten, mit schweren Erfrierungserscheinungen in ein nahegelegenes Hospital geflogen. Dennis Frenzel | |||||